Fahrstunden – Übung macht den Meister

Nachdem du in den Theoriestunden bereits einiges an Wissen über dein Fahrzeug und den Straßenverkehr sammeln konntest, startest du zusammen mit unseren Fahrlehrern in die Praxis. Aber keine Sorge: Du wirst nicht ins sprichwörtliche kalte Wasser geworfen. Die Fahrstunden starten ganz langsam und wir lassen dich nicht gleich im dichten Verkehr fahren. Du lernst das Auto kennen und wirst auf das Fahren im Straßenverkehr vorbereitet. Du erlernst Grundübungen, wie das Anfahren, Schalten oder auch das richtige Abbremsen bis zum Stillstand.

Stufenweise Steigerung der Herausforderung in den Fahrstunden

Nachdem du schon die ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Auto gemacht hast, kann es richtig losgehen. Zusammen mit deinem Fahrlehrer fährst du nun im öffentlichen Straßenverkehr. Doch keine Angst: Die Aufgaben, die dich hier erwarten, sind zusammen mit dem Team unserer Fahrschule locker zu meistern. Die Schwierigkeit der Übungen, die du nun absolvieren darfst, werden nach und nach gesteigert und bauen sich nach folgendem Stufenmodell auf:

Phase 1: Die Ausbaustufe

Nach dem ersten Vertrautmachen mit dem Fahrschulauto fährst du zunächst in ruhigem, einfachem Verkehr. Diese Phase deiner praktischen Fahrausbildung umfasst den kompletten Abbiegevorgang – vom Blinken über das Einordnen bis hin zum Abbiegen – sowie sogenannte Grundfahrübungen. Beim PKW-Führerschein gehören hierzu beispielsweise Rückwärtsfahren, Einparken oder Wenden. Wenn du den Motorradführerschein machst, lernst du hier das Slalom-, Acht- und Kreisfahren oder auch das Ausweichen vor einem Hindernis.

Phase 2: Leistungsstufe

In der sogenannten Leistungsstufe lernst du nun die Verkehrs- und Vorfahrtsregeln – welche du ja bereits aus dem Theorieunterricht kennst – anzuwenden. Auch das Beachten von Verkehrszeichen ist Teil dieser Ausbildungsstufe. Neben der ständigen Verbesserung der Bedienung des Autos sensibilisiert dich dein Fahrlehrer auch für das Verhalten von anderen Teilnehmern des Straßenverkehrs. Du lernst deren Verhalten einzuschätzen und deren anzunehmende Reaktionen vorauszusehen.

Phase 3: Sonderfahrten

Die komplette praktische Fahrausbildung ist nach dem Konzept „Vom Einfachen zum Schwierigen“ aufgebaut. Daher folgt die Phsae der Sonderfahrten auch erst, wenn deine Grundausbildung beendet ist. Wann dies der Fall ist, entscheidet dein Fahrlehrer, da er deinen aktuellen Lernfortschritt am besten beurteilen kann. Zu dieser Ausbildungsphase gehören die Überlandfahrten, Autobahnfahrten sowie die Fahrten bei Dämmerung und Dunkelheit. Der Gesetzgeber schreibt für die Sonderfahrten eine gewissen Mindestanzahl vor. Diese ist bei jeder Führerscheinklasse anders. Du kannst die Anzahl der vorgeschriebenen Sonderfahrten aber jederzeit auf der Infoseite zu den Führerscheinklassen nachschlagen.

Phase 4: Reifestufe

Bei der Reifestufe steht das selbstständige und sichere Fahren bei dichtem Verkehr sowie die Fahrzeugbeherrschung in schwierigen Situationen im Mittelpunkt. Auch die rechtzeitige Erkennung von Gefahren, die korrekte Reaktion auf Fehler anderer Verkehrsteilnehmer oder das Fahren nach Wegweisern übt dein Fahrlehrer in dieser Ausbildungsphase mit dir.

Phase 5: Prüfungsvorbereitung – „Simulierte Prüfungsfahrt“

Bald hast du es geschafft: Das Ende deiner praktischen Fahrausbildung ist zum Greifen nah! Wenn alle bisherigen Ausbildungsstufen erfolgreich abgeschlossen sind, bereitet dich dein Fahrlehrer gezielt auf die Fahrprüfung vor. Dabei musst du ein Aufgabenprogramm, welches der Prüfungssituation ähnelt, ohne direkte Hilfe deines Fahrlehrers absolvieren. So lernst du, auch in einer angespannten Prüfungssituation cool zu bleiben. Das vermeidet unnötige Prüfungsangst und hilft dir dabei, dass bei der Prüfung kein unnötiger Stress aufkommt.

Phase 6: Das Ziel – die erfolgreiche Prüfungsfahrt

Jetzt bist du gefragt. In der Prüfungsfahrt darfst du nun eigenständig unter Einweisung des Prüfers das Fahrzeug lenken. Aber du bist nicht allein: Dein Fahrlehrer sitzt während der Prüfung neben dir und das gesamt Fahrschulteam drückt dir die Daumen.